FunnelCockpit hat ein eigenes E-Mail-Marketing-System. Es arbeitet mit Tags statt mit Listen und ist direkt mit Formularen, Funnels, Webinaren, Mitgliederbereichen und Videofunnels verbunden. Deine Leads landen dort, wo du sie sammelst, und die Mailfolge startet von allein.
In diesem Beitrag steht, was das System kann, wie du Mailfolgen und Newsletter aufbaust und was du vor dem ersten Versand einrichten musst. Das ist vor allem der Mailserver, den viele Einsteiger übersehen. Die Angaben stammen aus der offiziellen Tutorial-Datenbank und von der Website von FunnelCockpit, Stand 03.10.2026.
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Wie das System aufgebaut ist
Das System ist tagbasiert. Ein Tag ist eine Markierung, die ein Kontakt trägt, zum Beispiel „Newsletter“ oder „Kunde Produkt A“. Ein Kontakt kann mehrere Tags haben. Statt Kontakte in feste Listen zu sortieren, steuerst du Mailfolgen und Newsletter über Tags.
Im E-Mail-Dashboard findest du diese Bereiche:
- Kontaktliste: Alle Kontakte mit ihren Tags. Bestehende Kontakte kannst du importieren.
- E-Mail-Tags: Hier legst du Tags an und verknüpfst sie mit einer Mailfolge.
- Follow-up-Funnel: Die automatische Mailfolge nach dem Eintrag.
- Newsletter: Einzelne Mailings an alle Kontakte mit einem bestimmten Tag.
- Signaturen: Fertige Absender-Signaturen für deine Mails.
Leads sammeln und eintragen
Das E-Mail-System ist an vielen Stellen von FunnelCockpit voll integriert. Eintragungen kommen aus:
- der E-Mail-Optin-Box im Funnelbuilder
- dem Formular-Tool
- dem Umfrage-Tool und den Mobile Funnels
- dem Webinar-Tool
- dem Mitgliederbereich
- dem CRM (Customer Relationship Management, also der Kundenverwaltung)
- den Videofunnels
Du wählst in der Optin-Box den Anbieter „FunnelCockpit“ und den Tag aus, den neue Kontakte bekommen sollen. Der Kontakt bestätigt seine Adresse per Double Opt-in, danach startet die Mailfolge.
Anmeldeformular auf einer externen Seite
Du willst Adressen auch auf einer anderen Seite sammeln, zum Beispiel auf einer bestehenden WordPress-Seite? Dafür gibt es einen HTML-Code, der direkt an FunnelCockpit sendet. Die Tag-ID findest du am Ende der Adresse in der Browserzeile, wenn du einen Tag bearbeitest. Das ist der Teil nach dem letzten Schrägstrich.
<form action="https://api.funnelcockpit.com/email/subscribe" method="post">
<input type="hidden" name="tagId" value="DEINE-TAG-ID">
<input type="email" name="email" required>
<button type="submit">Anmelden</button>
</form>
Follow-up-Funnel: die automatische Mailfolge
Der Follow-up-Funnel verschickt nach dem Eintrag automatisch eine Folge von Mails. Typisch ist diese Abfolge: Willkommensmail, einige Tage später nützliche Tipps, danach ein Angebot. Dafür legst du pro Mail den zeitlichen Abstand fest.
Achte auf die Zeitlogik. Der Abstand ab der zweiten Mail bezieht sich nicht auf das Double Opt-in, sondern auf den Versand der vorherigen Mail. Ein Beispiel:
- Mail 1 geht einen Tag nach dem Opt-in raus.
- Mail 2 ist auf „nach drei Tagen“ eingestellt.
- Mail 2 kommt dann vier Tage nach dem Opt-in an.
Wer die Abstände wie in anderen Tools vom Opt-in aus rechnet, verschiebt seine ganze Mailfolge. Rechne beim Aufbau deshalb immer vom vorherigen Versand aus.
Newsletter versenden
Für einzelne Mailings nutzt du den Bereich „Newsletter“. Der Ablauf:
- Du wählst eine Vorlage oder gestaltest ein eigenes Template.
- Du trägst Betreff, Pre-Header und Text ein, ergänzt Bilder, Buttons und die persönliche Anrede.
- Du wählst die Zielgruppe über den Tag, den die Empfänger tragen.
- Du verschickst dir eine Testmail und prüfst Layout, Links und Text.
- Du startest den Versand und beobachtest Öffnungs- und Klickrate im Dashboard.
Der Pre-Header ist die kurze Vorschauzeile, die der Empfänger neben dem Betreff im Posteingang sieht. Den Abmeldelink und die rechtskonformen Opt-in- und Opt-out-Funktionen bringt das System laut FunnelCockpit mit. Zum Datenschutz hat FunnelCockpit außerdem einen eigenen Artikel in der Tutorial-Datenbank.
SMS-Marketing mit Twilio
Neben E-Mail kannst du auch SMS verschicken. Dazu verbindest du dein Konto beim SMS-Anbieter Twilio mit FunnelCockpit. Dafür trägst du Account SID und API-Key aus deinem Twilio-Konto ein.
- Du legst einen E-Mail-Tag mit der Option „SMS Double Optin“ an. Im SMS-Text steht der Platzhalter für den Bestätigungslink.
- In der Optin-Box wählst du „FunnelCockpit“ als Anbieter, dazu den SMS-Tag und ein Feld für die Telefonnummer.
- Einen SMS-Newsletter erstellst du im E-Mail-Dashboard unter „Newsletter“ mit dem Button „SMS erstellen“.
Mailserver einrichten: das brauchst du vor dem ersten Versand
Das ist der Punkt, der in vielen Beschreibungen fehlt. Laut Tutorial-Datenbank stellt FunnelCockpit keine eigenen Mailserver bereit. Für den Versand verbindest du ein eigenes E-Mail-Konto oder einen Mailserver-Dienst. Das Tutorial nennt diese Wege:
- ein E-Mail-Konto per SMTP (Simple Mail Transfer Protocol, der Standard für den Mailversand), zum Beispiel von deinem Domain-Anbieter
- Mailgun
- Sparkpost
- Sendgrid
- GetResponse
Die Anbieter haben eigene Preismodelle. Prüfe vor dem Start, ob für deinen Versand zusätzliche Kosten entstehen.
SPF und DKIM setzen
Damit deine Mails im Posteingang landen und nicht im Spam, muss deine Absender-Domain sich ausweisen. Dafür gibt es zwei Einträge in den DNS-Einstellungen (Domain Name System, die Adressverwaltung deiner Domain):
- SPF (Sender Policy Framework) legt fest, welche Server in deinem Namen senden dürfen. Bei Mailgun lautet der Wert
v=spf1 include:mailgun.org ~all. - DKIM (DomainKeys Identified Mail) ist eine digitale Signatur. Sie belegt, dass die Mail von dir stammt und unterwegs nicht verändert wurde. Den langen Wert bekommst du von deinem Mailserver-Anbieter.
Die Werte erhältst du immer vom Mailserver-Anbieter. Hast du deine Domain per Nameserver-Vollintegration mit FunnelCockpit verbunden, trägst du die Einträge in den DNS-Einstellungen der Domain in FunnelCockpit ein. Sonst setzt du sie bei deinem Domain-Hoster. FunnelCockpit verlinkt in der Tutorial-Datenbank Anleitungen für Strato, IONOS, all-inkl, Checkdomain, United Domains, Namecheap und GoDaddy.
Anbindungen an andere Tools
Du musst das hauseigene E-Mail-System nicht nutzen. Die meisten Kunden tun es laut FunnelCockpit, es gibt aber Alternativen:
- Klick-Tipp: Du bindest Anmeldeformulare per API-Key oder per Raw-Code im Element „E-Mail-Optin“ ein.
- Quentn: Du nutzt ein Quentn-Formular per Raw-HTML-Code oder die Quentn-Integration im FunnelCockpit-Formular. Die Tags für Eintragende wählst du dort aus.
- Mailchimp, GetResponse, ActiveCampaign, CleverReach, AWeber, Infusionsoft: Du fügst den Raw-HTML-Code des Anmeldeformulars an beliebiger Stelle im Funnelbuilder ein.
- Digistore24 und CopeCart: Bestellungen lassen sich mit E-Mail-Tags und Mitgliederbereichen verknüpfen. Bei Digistore24 funktionieren auch Upsells mit Levelgruppen im Mitgliederbereich.
- Facebook-Pixel: Du bindest ihn für alle Seiten gleichzeitig ein und gibst ihn über die Cookie-Meldung erst nach Einwilligung des Besuchers aus.
Mehr zur Verbindung von Seiten und Plugin findest du im Beitrag WordPress-Plugin von FunnelCockpit.
Welcher Tarif enthält was?
E-Mail-Marketing ist in allen drei Tarifen enthalten: Lite (47 € pro Monat), Standard (97 €) und Business (297 €). Jeder Tarif lässt sich 14 Tage für 1 € testen. Das CRM mit Kontaktverwaltung gibt es erst ab Standard. Auf der Preisseite stehen keine Grenzen für Kontakte oder Mailversand. Wenn du eine große Liste mitbringst, frag vor dem Abschluss beim Support nach.
Alle Preise und Unterschiede der Pakete findest du in der Übersicht zu FunnelCockpit.
FunnelCockpit 14 Tage für 1 € testen
Wann FunnelCockpit reicht und wann nicht
Es reicht, wenn Funnel, Kontakte und Mailfolge in einem Konto liegen sollen. Das ist der Fall bei Leadfunnels mit Willkommensserie, Webinar-Einladungen, Kurs-Zugängen und Newslettern an eine überschaubare Zielgruppe. Der Vorteil ist die Integration: Ein Formular, eine Umfrage oder ein Webinar trägt den Kontakt direkt mit dem richtigen Tag ein.
Ein spezialisiertes Tool ist die bessere Wahl, wenn du verzweigte Automationen mit vielen Bedingungen brauchst oder bereits eine große Liste in einem anderen System pflegst. Dann bindest du dein bisheriges Tool an, wie oben beschrieben. Quentn ist dafür auf Automatisierung ausgelegt. Wie das aussieht, zeige ich im Info-Webinar von Quentn und im Beitrag Quentn, der E-Mail-Marketing-Anbieter.
Fragen und Antworten
Braucht das E-Mail-Marketing von FunnelCockpit einen externen Mailserver?
Ja. Laut Tutorial-Datenbank stellt FunnelCockpit keine eigenen Mailserver bereit. Du verbindest ein E-Mail-Konto per SMTP oder einen Dienst wie Mailgun, Sparkpost, Sendgrid oder GetResponse und setzt SPF- und DKIM-Einträge für deine Domain.
Kann ich Double Opt-in nutzen?
Ja. Das Follow-up-System arbeitet mit Double Opt-in. Auch für SMS gibt es einen Tag mit SMS Double Opt-in.
Wann wird die zweite Mail im Follow-up-Funnel verschickt?
Der Abstand rechnet ab der zweiten Mail vom Versand der vorherigen Mail, nicht vom Opt-in. Geht Mail 1 einen Tag nach dem Opt-in raus und Mail 2 drei Tage später, kommt Mail 2 vier Tage nach dem Opt-in.
Kann ich Klick-Tipp oder Quentn mit FunnelCockpit nutzen?
Ja. Anmeldeformulare beider Anbieter lassen sich im Funnelbuilder einbinden. Bei Mailchimp, GetResponse oder ActiveCampaign fügst du den Raw-HTML-Code des Formulars ein.
Kann ich mit FunnelCockpit SMS verschicken?
Ja, über die Anbindung an Twilio. Du sammelst Telefonnummern mit einem SMS-Double-Opt-in-Tag und verschickst SMS-Newsletter im E-Mail-Dashboard.
FunnelCockpit 14 Tage für 1 € testen
Nette Grüße
Heribert Maskow